Feed on
Artikel
Kommentare

Meine Qual

Heftig pochend dein junges Herz
in meinen starken Armen.
Ein stechend scharfer Schmerz.
Ich kenne kein Erbarmen.

Die Flut von Tränen rührt mich nicht.
Meine Gier wird ewig siegen.
Salzig schmeckt dein Angesicht.
Du wirst dich mir schon fügen.

Dein Geschmack süß, voller Leben,
Tropfen für Tropfen Unsterblichkeit.
Sollst mir deine Seele geben
bis in alle Ewigkeit.

Im weißen Sand leg ich dich nieder,
berühre dich ein letztes Mal,
küsse deine zuckenden Lider
und beende deine Qual.

Bin satt und fühl mich doch so leer,
möchte nie mehr sprechen, denken.
Des ewigen Lebens müde so sehr.
Wer wird meine Qual beenden?

(c) Corinna Möller 2008

Ich sitze hier

Ich sitze hier am Felsenrand
und gucke runter auf den Strand.

Ein kleiner Krebs kraucht dort umher.
Ich weiß genau, er schmeckt mir sehr.

Jedoch ich kann mich nicht aufraffen
und werde weiter nach ihm gaffen.

Das Meer ist blau, das Leben schön.
Es könnt so ewig weitergehn.

So sitz ich hier nur vor mich hin,
weil ich ein seltnes Faultier bin.

(c) Corinna Möller 2008

Warum

Nur noch Angst und Schmerzen
im Elend was sich Leben nennt,

Verzweiflung im kleinen Herzen,
Verbrechen das keinen Namen kennt.

Entsetzliche Schreie die keiner hört,
flehende Blicke die niemand sieht,
die junge Seele völlig zerstört,

keine Erklärung warum das geschieht.

Mama, warum hilfst du mir nicht?
Gewalt und Kälte plagen zu sehr,

blutige Tränen weint das Gesicht,
der zierliche Körper erträgt es nicht mehr.

Der einzige Freund in diesem Wahn,
in soviel unbegreiflicher Not,

der jenem Wesen zur Hilfe kam,
war nur der alte und selbstlose Tod.

Er greift nach der winzigen Hand,
umhüllt den Körper mit heilender Stille,
befreit es vom Leben in das es verbannt,
zurück bleibt nur die zerbrochene Hülle.

(c) Corinna Möller 2008

Ältere Posts »